Therapieunterstützung
Kampfkunst in Pädagogik, Therapie, Mentoring

Kampfkunst in Therapie

Kampfkunst  als Therapieunterstützung

zu Heilungs-/Linderungs- / und Präventionszwecken bei psychisch, emotionalen und physischen Leiden, Erkrankungen und Behinderungen.

Traditionelle Kampf-, Bewegungs- und Heilkünste gründen sich jeweils auf eine ganzheitliche Sichtweise  des Menschen unter Beachtung universell gültiger, natürlicher Gesetzmäßigkeiten.

Die faktischen Schnittstellen und Synergien zwischen Kampf-, Bewegungs-und Heilkunst, führten  in der steten Suche nach Erweiterung therapeutischer Angebote, zur Weiterentwicklung bereits – erprobter körperpsychotherapeutischer  und körpertherapeutischen Methoden.

Körper(psycho)therapeutische Ansätze gründen ihren  Arbeitsfokus auf eine energetische und holistische Sichtweise des Menschen und anerkennen die „Leibeserfahrung“ und „heilende Berührung“ als effektive –rein kognitive Ansätze sinnvoll ergänzende -Methode zur Heilung psychischer Erkrankungen.

Im Westen nahmen die Forschungen mit den Erkenntnissen von Wilhelm Reich über die „Charakterpanzerungen“, in der ersten Hälfte des des 20. Jahrhunderts ihren diesbezüglichen Ausgang und mündeten in zahlreichen Therapiemethoden zB. Bioenergetische Analyse, Core-Therapie, Bio-Dynamik, Biofeedback, Integrative Therapie nach Petzold.

Moderne Körpertherapien wie zB. Shiatsu, Tanztherapie, Druckpunkt- und Faszial Massage arbeiten mit oder am Körper mit dem Fokus auf Verbesserung von  Haltungen, Bewegungsabläufen und Energiefluss.

Auf  Basis  körper(psycho)therapeutischer und körpertherapeutischen Traditionen  werden in Verbindung mit den Grundsätzen traditioneller chinesischer Medizin die funktionalen Wirkungen traditioneller Kampf- und Bewegungskünste auf den Ausgleich von Physis, Psyche  und Emotion, in deren typischem Wechsel von aktivierenden, nach aussen gerichteten (Yang -Prinzip) -und sammelnden – konzentrischen, nach innen gerichteten (Yin-Prinzip),Bewegungsprinzipien und deren meditative Achtsamkeitsschulungen gezielt genutzt.

 

# Aktivierung, Stärkung und Stabilisierung bei internalisierenden Störungsbildern
# Lockerung, Entspannung und Beruhigung bei externalisierenden Störungbildern    angewandt.
# Klärung und Schulung des Geistes (der Psyche) 
# Arbeit auf Basis einer Medizinischen Diagnose störungsspezifisch (ICD-10) 
# Ganzheitlichem Ansatz nach dem bio-psycho-sozialen Modell 
# Körper- und bewegungsorientertes Übungssetting
# Psychophysischen und psychoemotionalen Aktivierung und Umstrukturierung von Kognitionen und Emotionen 
# Entwicklung und Stabilisierung von neuem Verhalten 
# Energetischem Ausgleich und Harmonisierung der Ebenen von Körper, Geist und Seele
# Kräftigung der Ressourcen
# Steigerung der eigenen Gesundheitskompetenz (Selbsthilfefähigkeit)

 

Einsatzmöglichkeiten:

  • im Rahmen einer ambulanten Behandlung
  • im Rahmen stationärer Akutversorgung
  • im Rahmen von Rehabilitationsmaßnahmen

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Weiterführende Literatur und Links über die therapeutische Wirkung von Kampfkunst:

H.Ludwig, F.Siegele, H.G.Petzold: Integrative Budotherapie – eine ICF-orientierte Therapie bei aggressivem Verhalten im Rahmen der Suchtrehabilitation, Haug Verlag in Georg Thieme Verlag KG Stuttgart (2017)

J-M Wolters: Kampfkunst als Therapie , Diss., in Niedersächsische Beiträge zur Sozialpädagogik und Sozialarbeit Band 9, Peter-Lang-Verlag ( 1992)

R.Dirnberger, SELE, Selbsterkenntnis durch Leiberfahrung, Eine Synthese aus Psychotherapie und der Kampfkunst Aikido, BoD (2013)

 Internationales Institut für Budopädagogik/Stade: „Kursreihen – Budotherapeut“ unter: www.budo-paedagogik.de/budotherapie.html (abgerufen am 1.10.2017)

Wolters, Jörg-Michael :  „Die Evokation heilender Effekte in den Kampfkünsten“, in Internationale Zeitschrift für Philosophie und Psychosomatik, IZPP (online: http://www.izpp.de/fileadmin/user_upload/Ausgabe-1-2015/Wolters.pdf) und „Budo-Therapie“ in: Zeitschrift für Bewusstseinswissenschaften, Transpersonale Psychologie und Psychotherapie; 2/2015

Hinweis:

Kampfkunst Mentoring  in der Therapie   ist eine alternative körper- und bewegungsorientierte Methode und ersetzt nicht den Besuch beim Arzt oder Therapeuten!

Kampfkunst-Mentoring in der Therapie wird aufgrund einer vorhandenen medizinischen Diagnose oder psychologischen Exploration im Rahmen einer medizinischen oder psychotherapeutischen Behandlung als ergänzende Unterstützung angeboten, wobei hier Kooperation und Absprache mit den behandelten Professionisten aus dem Bereich der in Österreich anerkannten Gesundheits- und Heilberufe erwünscht ist. 

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