Iaido

Präsenz
Klarheit
Haltung

Der Wütende wird eine Niederlage erleben
– in der Schlacht und im zivilen Leben.

Alte Samurai Weisheit
Was Iaido dir geben kann

Der Sinn von Iaido

Die japanische Schwertkunst Iai-Jutsu bzw. Iai-do, einst eine Disziplin der ritterlichen Samurai in Japan, dient heute der Öffnung und Erweiterung der in jedem Menschen befindlichen Fähigkeiten, durch die er sein Leben mit Bewusstheit und Erkenntnis füllen kann

Body & Mind

Harmonisierung von körperlicher Kraft undgeistiger Ausrichtung durch präzise Abläufe.

Mentale Klarheit

Schulung des Fokus und Abbau von mentalem Rauschen im Moment der Ausführung.

Disziplin

Beständiges Üben formt den Charakter und stärkt das Durchhaltevermögen.

Entscheidungsfreude

Der Moment des Ziehens erfordert absolute Entschlossenheit ohne Zögern.

Präsenz

Vollkommene Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt, unabhängig von äußeren Reizen.

Innerer Frieden

Stille inmitten der Bewegung finden und emotionale Stabilität entwickeln.

Das Erbe der Samurai

Iaido – Der Weg der inneren Meisterschaft

Wer Iaijutsu-Dō ernsthaft übt, sollte seine lange Tradition kennen. Dann wird verständlich, dass es nicht nur um den Umgang mit dem Schwert geht, sondern um die Entwicklung von Körper, Geist und innerer Haltung. Iaijutsu-Dō ist weder Wettkampfsport noch reine Selbstverteidigung. Es ist ein Weg der Selbstdisziplin und persönlichen Entwicklung.

Dieser Weg braucht Geduld, Ausdauer und die Bereitschaft, immer wieder an sich zu arbeiten. Das Üben endet nicht an der Tür des Dōjō, sondern wirkt in den Alltag hinein. So kann Kampfkunst zur Lebenskunst werden.

Wer mit Hingabe übt, entwickelt mit der Zeit Klarheit, Geduld und Verantwortungsbewusstsein. Das Schwert zeigt dabei den Weg. Wer nur oberflächlich trainiert, wird die Tiefe und den Wert dieses Weges kaum erfahren.

Übungsweise im Musō Jikiden Eishin Ryū Iaijutsu-Dō

Musō Jikiden Eishin Ryū Iaijutsu-Dō wird nach festen Regeln und Ritualen geübt. Diese Etikette heißt Reigi. Das Training findet im Dōjō, einem eigenen Raum für die Übung, statt. Regeln und Rituale sorgen für Sicherheit, Respekt und Achtsamkeit. Die Inhalte werden in einer vertrauensvollen und verantwortungsvollen Beziehung zwischen Lehrer:in (Sensei) und Schüler:in (Deshi) weitergegeben.

Geübt wird in traditioneller Kleidung mit Hakama, Gi und Obi. Als Übungsschwert dient meist ein Iaitō. Gewicht, Größe und Form orientieren sich an historischen Schwertern und verlangen eine genaue Technik sowie große Aufmerksamkeit. Ein scharfes Schwert, das Shinken, wird nur von weit fortgeschrittenen Übenden und bei Schnittübungen, dem Tameshigiri, verwendet. Anfänger:innen und Partnerübungen arbeiten mit dem Bokken, einem japanischen Holzschwert.

Die Grundtechniken des Schwertes, die Kihon-Waza, werden in festgelegten Bewegungsformen, den Kata, geübt. Sie stellen unterschiedliche Kampfsituationen dar. Die meisten Kata werden allein gegen einen vorgestellten Gegner ausgeführt. Partnerübungen helfen dabei, die praktische Anwendung sowie die richtige Distanz und das passende Timing zu verstehen. Dabei werden auch die Rollen von Angriff und Verteidigung geübt.

In unserer Schule werden 71 aufeinander aufbauende Kata vermittelt. Jede Kata besteht grundsätzlich aus vier Abschnitten:

  • Nukitsuke: Das Schwert wird aus einer ruhigen und gesammelten Haltung gezogen.

  • Kiritsuke: Die Schnitte werden wach, klar und in Verbindung von Körper, Energie und Schwert ausgeführt.

  • Chiburi: Das Blut wird symbolisch von der Klinge entfernt, während die Aufmerksamkeit beim Gegner bleibt.

  • Nōtō: Das Schwert wird aufmerksam in die Scheide zurückgeführt.

Diese Abschnitte verbinden sich zu einer fließenden Bewegung. Nach der Aktion soll die übende Person wieder in einen ruhigen und wachen Zustand zurückkehren.

Der Lernweg wird mit den Begriffen Shu – Ha – Ri beschrieben. In der ersten Phase, Shu, werden die äußeren Formen durch häufige Wiederholung genau erlernt. In der zweiten Phase, Ha, werden äußere Bewegung, innere Ausrichtung und praktische Anwendung immer stärker miteinander verbunden. In der höchsten Phase, Ri, wird die Form nicht mehr starr festgehalten. Die Technik ist so tief verstanden, dass freie und situationsgerechte Bewegung möglich wird.

Die ursprünglich kriegerische Kunst des Iai-Jutsu, die historisch auch mit dem Battōjutsu verbunden ist, wird heute häufig als Iai-Dō bezeichnet. Der Begriff – „Weg“ – betont die philosophische, ethische und ästhetische Dimension dieser Kampfkunst. Iaido wird damit nicht nur als technische Schulung verstanden, sondern als ganzheitlicher Entwicklungsweg, der Körper, Psyche, Haltung und Spiritualität gleichermaßen anspricht.

Im Ideal verbinden sich eine aufrechte innere Haltung (Seishin), eine ruhige körperlich-geistige Verfassung (Shisei) und ein freier, nicht an Gedanken haftender Geist (Mushin). Daraus kann eine offene und über die eigentliche Bewegung hinausreichende Aufmerksamkeit (Zanshin) entstehen. Im Einklang von Geist, Körper und Energie wird die Kraft klar, präzise und im richtigen Augenblick eingesetzt (Kime).

Durch beständiges Üben kann die dabei erfahrene Harmonie zu einem vertieften Erleben von Verbundenheit und innerer Einheit führen. Aus dieser Erfahrung können Mitgefühl, Verantwortungsbewusstsein und der Wunsch nach Friedfertigkeit wachsen.

Dem Japaner Hayashizaki Jinsuke Shigenobu wird die Begründung der Schwertziehkunst zugeschrieben, aus der später das Iaido entstand. Der Begriff „Iaido“ wird allerdings erst seit 1932 verwendet. In der friedlicheren Edo-Zeit verloren viele Samurai ihre frühere Rolle als Krieger und übernahmen Verwaltungsaufgaben. In den neu entstehenden Kampfkunstschulen konnten sie ihre Schwertkunst weiterüben und zugleich Disziplin, Haltung und Charakter entwickeln.

Samurai waren nicht nur Kämpfer, sondern verstanden sich auch als Dienende. Mut, Ehre und die ständige Arbeit an der eigenen Persönlichkeit waren wichtige Werte. Viele beschäftigten sich deshalb auch mit Dichtung, Malerei und anderen Künsten.

Heute gehört Iaido zu den traditionellen Budo-Disziplinen. Das schnelle Ziehen des Schwertes geht auf die Idee zurück, einen Kampf mit einer einzigen entschlossenen Bewegung zu beenden und Gewalt auf das notwendige Maß zu begrenzen. Dafür braucht es nicht nur technische Präzision, sondern auch geistige Ruhe und Kontrolle.

Das Ideal lautet Ki Ken Tai Ichi: Energie, Schwert und Körper bilden eine Einheit. Iaido zählt zu den inneren Kampfkünsten, weil die äußere Wirkung aus innerer Sammlung entsteht. Atmung, Energie, Gefühle und Geist sollen so aufeinander abgestimmt werden, dass eine klare, wirksame und kontrollierte Bewegung möglich wird.

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Referenzen

Kundenstimmen

5 Sterne

Zum Geburtstag: Iaido- Schnuppern!Doris vermittelt als Trainerin von Anfang an Wertschätzung und Kompetenz und gibt auch einem absoluten Anfänger wie mir ein Gefühl von Sicherheit und Kommunikation auf Augenhöhe.
Man merkt, dass sie ein echtes und langjähriges Interesse, oder wohl besser Hingabe hat für das, was sie tut. Gleiches gilt für ihre Arbeit mit mir als Schüler. Die durchdachten Haltungen, Bewegungen und Handgriffe entspringen jahrelanger Optimierung, und es wir schnell klar, dass „Achtsamkeit“ ursprünglich eine essentielle Überlebensstrategie jedes Schwertträgers war. Die dann gut zwei Stunden Training inkl. Hintergrundinformation und Fotos sind fordernd, vor allem mental und vergehen doch wie im Flug. Bereits nach dieser ersten Schnuppereinheit wird klar: Iaido unter Anleitung von Doris ist nicht nur gute körperliche Betätigung (Verbesserung von Haltung, Beweglichkeit und Körperspannung!), sondern vor allem extrem lehrreich, sowohl für Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, als auch für verschiedenste Situationen des Alltags!

Christoph, 57
5 Sterne

Die Integration von KOKORO-DO in einem Führungskräfte-Workshop ermöglichte es allen TeilnehmerInnen ihrer Entscheidungsstärke zu begegnen und diese zu fokussieren und zu schärfen. Die Arbeit mit den Schwertern machte es möglich, sich körperlich, geistig und seelisch dem essentiellen Thema „eine Entscheidung treffen und durchziehen“ zu stellen. Die Erfahrungen daraus flossen in den gesamten Beratungsprozess ein und wirkten nachhaltig. Neben dem Kennenlernen der eigenen Zugänge ermöglichte dieser Input auch einen gruppendynamischen Prozess, der Führungsthemen gut verdeutlichte. Auch war das achtsame, Verneigungs- Ritual ein verbindendes und sehr respektvolles. Doris Nachtlberger und ihr Assistent Udo Feldmann begleiteten die Samurai-Impulse hoch professionell und mit vollem Einsatz.

Elisabeth Sechser
Beraterin für moderne Organisationsdesigns und Gutes Neues Arbeiten bringing out the best.together Sichtart e.U..
5 Sterne

IAIDO – Einzelunterricht: Schon als Kind haben mich Schwertkampffilme fasziniert. Durch einen Freund wurde ich auf Frau Nachtlberger’s Iaido Kurs aufmerksam und war nach dem ersten Probetraining sofort begeistert. Das Dojo sowie der Einzelunterricht wirken sehr authentisch und professionell. Als Mutter zweier Kinder und Vollzeitbeschäftigte ist dieser Kurs ein toller Ausgleich und ich fühle mich jedesmal nach dem Unterricht unglaublich gut! Ich werde mich weiter unter die herzlichen aber auch konsequenten Fittiche von Frau Nachtlberger begeben und freue mich auf unseren gemeinsamen Weg!

Nicole
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