Therapieunterstützung
Kampfkunst in Pädagogik, Therapie, Mentoring

Kampfkunst in Therapie

Kampfkunst  als Therapieunterstützung

 

zu Heilungs-/Linderungs- / und Präventionszwecken bei psychisch, emotionalen und physischen Leiden, Erkrankungen und Behinderungen.

 

Traditionelle Kampf-, Bewegungs- und Heilkünste gründen sich jeweils auf eine ganzheitliche Sichtweise  des Menschen unter Beachtung universell gültiger, natürlicher Gesetzmäßigkeiten.

 

Kampfkunst als Therapieunterstützung fußt  auf den Erkenntnissen westlicher körper(psycho)therapeutischer Traditionen  und steht in engem Bezug zu den   Grundsätzen traditioneller chinesischer Medizin. Der Arbeitsfokus impliziert eine energetische und holistische Sichtweise des Menschen und anerkennt die „Leibeserfahrung“ als effektive Methode zur Heilung psychischer Erkrankungen, die rein kognitive Ansätze sinnvoll ergänzen kann. Die funktionalen Wirkungen traditioneller Kampf- und Bewegungskünste und Lehrprinzipien auf den harmonisierenden Ausgleich von Physis, Mens und Psyche  , in deren typischem Wechsel von aktivierenden, nach aussen gerichteten (Yang -Prinzip) -und sammelnden – konzentrischen, nach innen gerichteten (Yin-Prinzip),Bewegungsprinzipien und deren meditative Achtsamkeitsschulungen werden dabei gezielt genutzt.

 

Die  Erfahrung zeigt eine besondere Tauglichkeit therapieunterstützenden Kampfkunstmentorings bei Symptomatiken , die ihre Ursache in entwicklungsbedingten Traumata und Bindungsstörungen haben.

 

Einsatzmöglichkeiten:

  • im Rahmen einer ambulanten Behandlung
  • im Rahmen stationärer Akutversorgung
  • im Rahmen von Rehabilitationsmaßnahmen
# Aktivierung, Stärkung und Stabilisierung bei internalisierenden Störungsbildern
# Lockerung, Entspannung und Beruhigung bei externalisierenden Störungbildern    angewandt.
# Klärung und Schulung des Geistes (Mens und Psyche) 
# Arbeit auf Basis einer Medizinischen Diagnose störungsspezifisch (ICD-10) 
# Ganzheitlichem Ansatz nach dem bio-psycho-sozialen Modell 
# Körper- und bewegungsorientertes Übungssetting
# Psychophysischen und psychoemotionalen Aktivierung und Umstrukturierung von Kognitionen und Emotionen 
# Entwicklung und Stabilisierung von neuem Verhalten 
# Energetischem Ausgleich und Harmonisierung der Ebenen von Körper, Geist und Seele
# Kräftigung der Ressourcen
# Steigerung der eigenen Gesundheitskompetenz (Selbsthilfefähigkeit)

Feedback:

„Unser sehr kreativer und hochsensibler 9 jähriger Sohn leidet an ADHS und Impulskontrollstörungen. Es wurde auch eine leichte Autismusspektrumsstörung diagnostiziert. Er ist seit längerem deshalb in psychiatrischer wie psychotherapeutischer Behandlung. Da er sich zunehmend zum „Systemsprenger“ entwickelt hat, waren wir auf der Suche nach zusätzlicher Unterstützung:

Doris Nachtlberger hat es in kürzester Zeit geschafft, Kontakt zu unserem Sohn aufzunehmen und diesen zu intensivieren,da Sie ihm auf Augenhöhe  und mit Wertschätzung begegnet. Während der Übungsstunden kann unser Sohn aufrichtig lachen. Dieses  entspannte, ehrliche, kindliche Lachen haben wir schon lange bei ihm vermisst . In den spielerischen Übungsstunden lernte er auch, sich leichter zu konzentrieren und sich auf nur eine seiner unzähligen Ideen zu fokussieren. Die körperliche Bewegung hilft ihm, Spannungen abzubauen, sodass er  danach jedes Mal fröhlich und entspannt nach Hause kommt! Wir konnten beobachten, wie er an gesundem Selbstvertrauen gewinnt und auch lernt, im Dojo Regeln zu akzeptieren und einzuhalten. Die Fortschritte, die wir bei unserem Sohn in diesem relativ kurzen Zeitraum von bisher 15 Einheiten feststellen konnten, machen auch Mut, in jenen Momenten, in denen man selbst erschöpft ist und vielleicht auch mal die Zuversicht verliert, denn man sieht, was an Entwicklung möglich ist . „

 

Weiterführende Literatur und Links über die therapeutische Wirkung von Kampfkunst:

H.Ludwig, F.Siegele, H.G.Petzold: Integrative Budotherapie – eine ICF-orientierte Therapie bei aggressivem Verhalten im Rahmen der Suchtrehabilitation, Haug Verlag in Georg Thieme Verlag KG Stuttgart (2017)

J-M Wolters: Kampfkunst als Therapie , Diss., in Niedersächsische Beiträge zur Sozialpädagogik und Sozialarbeit Band 9, Peter-Lang-Verlag ( 1992)

R.Dirnberger, SELE, Selbsterkenntnis durch Leiberfahrung, Eine Synthese aus Psychotherapie und der Kampfkunst Aikido, BoD (2013)

 Internationales Institut für Budopädagogik/Stade: „Kursreihen – Budotherapeut“ unter: www.budo-paedagogik.de/budotherapie.html (abgerufen am 1.10.2017)

Wolters, Jörg-Michael :  „Die Evokation heilender Effekte in den Kampfkünsten“, in Internationale Zeitschrift für Philosophie und Psychosomatik, IZPP (online: http://www.izpp.de/fileadmin/user_upload/Ausgabe-1-2015/Wolters.pdf) und „Budo-Therapie“ in: Zeitschrift für Bewusstseinswissenschaften, Transpersonale Psychologie und Psychotherapie; 2/2015

Hinweis:

Kampfkunst Mentoring  in der Therapie   ist eine alternative körper- und bewegungsorientierte Methode und ersetzt nicht den Besuch beim Arzt oder Therapeuten!

Kampfkunst-Mentoring in der Therapie wird aufgrund einer vorhandenen medizinischen Diagnose oder psychologischen Exploration im Rahmen einer medizinischen oder psychotherapeutischen Behandlung als ergänzende Unterstützung angeboten, wobei hier Kooperation und Absprache mit den behandelten Professionisten aus dem Bereich der in Österreich anerkannten Gesundheits- und Heilberufe erwünscht ist. 

Diese Seite teilen:

Top